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Weite Strände, Dünen und entspannte Ferienhausatmosphäre: Dänemark ist für viele Hundehalter ein Traumziel. Die gute Nachricht vorab: Die Einreise ist unkompliziert – Ihr Hund braucht einen EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung und einen Mikrochip. Wer allerdings ohne die richtigen Papiere an der Grenze steht, darf die Weiterreise unter Umständen nicht antreten. Auch im Urlaubsalltag gelten Regeln, etwa zur Leinenpflicht an Stränden und in Wäldern. Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, welche Dokumente Ihr Hund braucht, welche Rassen in Dänemark verboten sind, was in den Reisekoffer gehört und worauf Sie bei der Wahl eines hundefreundlichen Ferienhauses achten sollten.
Reisedokumente für die Einreise mit Hund nach Dänemark
Für Hunde, Katzen und Frettchen gelten bei der Einreise in EU-Länder die Regeln der Verordnung (EU) Nr. 576/2013 – Dänemark bildet da keine Ausnahme. Grundlage ist der EU-Heimtierausweis, den ein Tierarzt ausstellt. Er dokumentiert unter anderem die eindeutige Kennzeichnung Ihres Hundes und seine gültige Tollwutimpfung. Gekennzeichnet wird das Tier in der Regel durch einen Mikrochip nach ISO-Standard; eine Tätowierung wird nur noch anerkannt, wenn sie vor dem 3. Juli 2011 angebracht wurde und gut lesbar ist.
Bei der Tollwutimpfung kommt es auf die Frist an: Nach einer Erstimpfung – oder wenn eine Auffrischung versäumt wurde und der vorherige Impfschutz bereits abgelaufen ist – müssen mindestens 21 Tage vergehen, bevor der Hund einreisen darf. Wird eine Auffrischungsimpfung dagegen rechtzeitig innerhalb der Gültigkeitsdauer der vorherigen Impfung durchgeführt, beginnt keine neue Wartefrist. Eine übersichtliche Darstellung aller Voraussetzungen für die Einreise mit Hund nach Dänemark bietet der Ferienhausanbieter VillaVilla auf seiner Webseite.
Im Überblick benötigen Sie für die Einreise folgende Unterlagen und Nachweise:
- EU-Heimtierausweis mit eingetragener, gültiger Tollwutimpfung; nach einer Erstimpfung oder einer verspäteten Auffrischung müssen mindestens 21 Tage vergangen sein
- Mikrochip nach ISO-Standard oder eine vor dem 3. Juli 2011 angebrachte, gut lesbare Tätowierung
- Abstammungsnachweis, falls Ihr Hund einer in Dänemark verbotenen Rasse äußerlich stark ähnelt
- Kontaktdaten Ihres Tierarztes sowie einer tierärztlichen Klinik am Urlaubsort
Zwei Sonderfälle sollten Sie kennen. Erstens: Welpen können grundsätzlich frühestens im Alter von etwa 15 Wochen einreisen. Eine Tollwutimpfung ist frühestens ab einem Alter von zwölf Wochen möglich; nach der Erstimpfung müssen anschließend mindestens 21 Tage vergehen. Eine Ausnahme von der vorgeschriebenen gültigen Tollwutimpfung sieht Dänemark für sehr junge Hunde nicht vor.
Zweitens: Bei einer privaten Urlaubsreise muss die Mitnahme des Hundes mit Ihrer eigenen Reise zusammenhängen. Der Hund kann auch von einer bevollmächtigten Person begleitet werden; für zeitlich getrennte Reisen gelten zusätzliche Vorgaben. Bei einer gewöhnlichen Urlaubsreise mit einem oder wenigen eigenen Haustieren ist das in der Regel unkompliziert.
Rasseverbote beachten
Nicht jeder Hund darf nach Dänemark einreisen. Das dänische Hundegesetz führt 13 Rassen auf, deren Haltung und Einfuhr verboten sind – einschließlich Mischlingen, bei denen eine dieser Rassen eingekreuzt wurde. Auf der Verbotsliste stehen:
- American Bulldog, American Staffordshire Terrier, Boerboel, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka, Pitbull Terrier, Šarplaninac, Südrussischer Owtscharka, Tornjak, Tosa Inu und Zentralasiatischer Owtscharka.
Auch bei äußerlicher Ähnlichkeit kann ein Nachweis erforderlich werden. Bestehen Zweifel daran, ob ein Hund einer verbotenen Rasse oder einer entsprechenden Kreuzung angehört, kann die zuständige Behörde vom Halter einen Abstammungsnachweis verlangen. Wenn Ihr Hund keine eindeutigen Papiere hat und einer der genannten Rassen stark ähnelt, sollten Sie entsprechende Unterlagen deshalb vorsorglich mitführen und die Frage nicht erst bei einer möglichen Kontrolle klären.
Eine Übergangsregelung gilt für Tiere, die sich bereits vor dem 17. März 2010 im Besitz ihrer Halter befanden: Sie dürfen weiterhin nach Dänemark gebracht werden, müssen in öffentlich zugänglichen Bereichen aber einen geschlossenen Maulkorb tragen und an einer höchstens zwei Meter langen Leine geführt werden. Außerdem sollte der Halter nachweisen können, dass der Hund bereits vor dem Stichtag erworben wurde. Ausgenommen von dieser Übergangsregel sind Pitbull Terrier und Tosa Inu – beide Rassen waren bereits zuvor verboten und dürfen grundsätzlich nicht nach Dänemark gebracht werden.
Leinenpflicht am Strand und im Wald
In dänischen Wäldern herrscht grundsätzlich ganzjährig Leinenpflicht – auch für Urlaubshunde. An den Stränden hängt es von der Jahreszeit ab: Vom 1. April bis 30. September müssen Hunde dort grundsätzlich an der Leine laufen. Vom 1. Oktober bis 31. März dürfen sie an vielen Stränden ohne Leine laufen, sofern sie unter vollständiger Kontrolle stehen und zuverlässig abrufbar sind. Örtliche Einschränkungen und Beschilderungen sind unabhängig davon zu beachten.
An einzelnen Stränden können zusätzliche Hundeverbote gelten, etwa zum Schutz von Natur oder Wasserqualität. Bei Stränden mit der Blauen Flagge gelten außerdem besondere Vorgaben für das Baden mit Hund. Maßgeblich ist deshalb stets die Beschilderung am jeweiligen Strandzugang.
Richtig frei laufen kann Ihr Hund in den sogenannten Hundewäldern (dänisch: hundeskove). In diesen ausgewiesenen Bereichen darf er ohne Leine laufen, sofern Sie ihn jederzeit vollständig unter Kontrolle haben. Manche Hundewälder sind eingezäunt, andere nicht. Sie sind in ganz Dänemark verteilt und meist entsprechend ausgeschildert. Ein Blick in die Karten-App oder die Unterlagen des Ferienhausvermieters verrät, wo sich der nächste Hundewald befindet.
Ob Hunde in ein dänisches Restaurant oder Café mitgenommen werden dürfen, entscheidet grundsätzlich der jeweilige Betreiber. Haustiere können im Gästebereich zugelassen werden, solange dadurch keine Lebensmittel verunreinigt werden und sie nicht in Bereiche gelangen, in denen Speisen zubereitet oder entsprechend gelagert werden. Wer mit seinem Vierbeiner essen gehen möchte, sollte deshalb vorab nachfragen, auf Hinweise am Eingang achten oder bei gutem Wetter einen Außenplatz wählen.
Die richtige Ausrüstung für die Reise
Gut gepackt ist halb verreist – das gilt besonders, wenn ein Hund mitfährt. Neben den bereits erwähnten Papieren gehört Folgendes ins Gepäck:
- Sicherheit unterwegs: Adressmarke mit Ihrer Mobilnummer am Halsband, Reflektorweste oder Leuchthalsband für abendliche Spaziergänge und eine zweite Leine als Reserve
- Futter und Pflege: gewohntes Hundefutter in ausreichender Menge, Wasser- und Futternapf für unterwegs, Handtücher, Zeckenzange und eine kleine Reiseapotheke
- Transport und Komfort: Transportbox oder Sicherheitssystem fürs Auto, gut sitzendes Geschirr, vertraute Decke und das Lieblingsspielzeug
Mit einer solchen Liste bleibt nichts Wichtiges zu Hause – und die Suche nach Ersatz vor Ort entfällt. Nehmen Sie möglichst ausreichend vom gewohnten Futter mit, denn eine plötzliche Futterumstellung kann bei manchen Hunden zu Verdauungsproblemen führen, und nicht jede Sorte ist am Urlaubsort erhältlich. Für die Autofahrt sollten Sie regelmäßige Trink- und Bewegungspausen einplanen, besonders bei längeren Strecken.
In den Dünen- und Heidegebieten Dänemarks kommt außerdem die Kreuzotter vor. Halten Sie Ihren Hund in unübersichtlichem Gelände besser unter Kontrolle und suchen Sie nach einem vermuteten Schlangenbiss möglichst rasch einen Tierarzt auf. Bewahren Sie die Reisedokumente griffbereit auf und speichern Sie zusätzlich Fotos davon auf Ihrem Smartphone – so haben Sie im Verlustfall zumindest eine Sicherungskopie der wichtigsten Angaben.
Ein hundefreundliches Ferienhaus in Dänemark finden
Die Unterkunft trägt maßgeblich dazu bei, wie entspannt der Urlaub wird. Viele dänische Ferienhäuser erlauben Hunde, oft sogar mehrere – die Angaben dazu stehen in der Regel in der Objektbeschreibung. Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf einen möglichst sicher eingefriedeten Garten, kurze Wege zum Strand oder zu einem Hundewald und eine robuste, hundetaugliche Ausstattung mit pflegeleichten Böden.
Eine gute Einfriedung sollte lückenlos geschlossen und hoch genug für Ihren Hund sein; auch ein im Garten freilaufender Vierbeiner braucht dabei weiterhin Aufsicht. Wer für das eigene Zuhause nachlesen möchte, worauf es bei der sicheren Gestaltung eines Grundstücks für die Hundehaltung ankommt, kann die Kriterien ebenso als Maßstab für die Urlaubsunterkunft nutzen.
Die Suche wird durch Filter deutlich erleichtert: Der auf Dänemark spezialisierte Ferienhausanbieter VillaVilla etwa listet zahlreiche Unterkünfte, in denen Hunde ausdrücklich willkommen sind, und gibt je Haus an, ob und wie viele Hunde erlaubt sind. So lässt sich vor der Buchung zuverlässig prüfen, ob Unterkunft und Umgebung zu den eigenen Ansprüchen passen – vom einfachen Ferienhaus bis zum großen Objekt für mehrere Familien samt Hunden.
Fazit: Gut vorbereitet mit Hund nach Dänemark
Mit vollständigen Papieren, Kenntnis der Rasseliste und einer durchdachten Packliste steht einem entspannten Dänemark-Urlaub mit Hund wenig im Weg. Prüfen Sie rechtzeitig vor der Abreise Impfstatus und Chip bei Ihrem Tierarzt, informieren Sie sich über die Regeln am jeweiligen Urlaubsort und reservieren Sie frühzeitig eine passende Unterkunft. So können Sie und Ihr Vierbeiner die dänische Küste gut vorbereitet genießen.



