Arthrose - ein Name, viele GesichterLeider sind viele Hunde von dieser Krankheit betroffen, denn die Arthrose gehört - neben Allergien, Infektionskrankheiten und Parasiten - zu den Top-Five der Erkrankungen bei Hunden. Sollte Ihr Hund an Arthrose leiden, haben Sie sich sicher schon mit dieser Krankheit beschäftigt und einige Informationen gesammelt. Aber vielleicht beginnen Sie Ihre Recherche auch erst oder möchten sich nur einmal informieren, um einer Arthrose bei Ihrem Hund vorzubeugen.
Als TCM-Praktiker und Tierphysiotherapeut bewege ich mich immer in zwei Denkmodellen – dem der chinesischen und dem der westlichen Medizin. Und obwohl es zwischen diesen beiden Welten große Unterschiede in der Diagnosestellung und Behandlung gibt, sind sie sich in Bezug auf die Erkrankung Arthrose im Wesentlichen einig:
Sie ist keine Erkrankung, die willkürlich bei jedem Hund auftritt und Sie und Ihr Hund sind der Arthrose auch nicht machtlos ausgeliefert. ![]() Es gibt viele Dinge, die Sie tun können, um Symptome zu lindern und die Erkrankung zu vermeiden, aufzuhalten oder gar das Fortscheiten zu verlangsamen - selbst bei sogenannten arthroseprädestinierte (z.B. der Bulldogge mit den herausgedrehten Ellenbogen oder dem x-beinigen Mischling) oder schon erkrankten Hunden.
Der erste Schritt, den Sie tun können, um Ihrem Hund zu helfen oder ihn zu schützen, ist: Die Krankheit verstehen lernen. Denn es wird für Sie wesentlich leichter sich auf die Bedürfnisse Ihres Hundes einzustellen und die ideale Hilfe für ihn zu finden, wenn Sie genau wissen welche Auswirkungen die Arthrose auf Ihren Hund hat und welche Probleme das für den Alltag mit sich bringt. Und dabei möchte ich Ihnen mit den Informationen auf dieser Seite helfen. Das ist auch der Grund warum ich bewußt die Darstellung aus westlicher Sicht gewählt habe: Sie ist für die meisten Menschen in Europa einfacher nachzuvollziehen.
Also schauen wir uns erst einmal an, was Arthrose genau ist, wie sie entstehen kann und welche Hilfsmaßnahmen Ihnen zur Verfügung stehen.
Was genau ist Arthrose?Medizinisch korrekt heißt die Gelenksarthrose „Arthrosis deformans“ und bezeichnet einen Abbau des Gelenkknorpels, der das übliche alterungsbedingte Maß überschreitet. Als Folge dieses Knorpelverschleißes kommt es zu einer Zerstörung der glatten, gleitfähigen Gelenkfläche, Umbauprozessen im angrenzenden Knochen und einer Deformierung der Gelenke, wodurch eine normale Bewegung des Gelenks immer schwerer wird.
Die Arthrose gehört somit zu den degenerativen Erkrankungen. Mit „degenerativ“ werden in der Medizin Prozesse bezeichnet, bei denen sich Gewebe - in diesem Fall in den Gelenken – abbauen, zurückbilden oder ihre Funktion verlieren.
Es gibt verschiedene Formen der ArthroseWir unterscheiden in primäre und sekundäre Arthrose.
Unter primärer Arthrose versteht man eine Eigenerkrankung des Gelenks durch eine biologische Minderwertigkeit des Knorpelgewebes und ohne Vorerkrankung des Gelenks. Ein möglicher Grund für die Minderwertigkeit kann z.B. Stoffwechselerkrankungen wie bei einer Chondrokalzinose (Knorpelverkalkung) oder auch ernährungsbedingte Faktoren sein.
Weit häufiger kommt jedoch die sekundäre Form der Arthrose beim Hund vor. Sie entsteht als Folgeerkrankung in einem vorgeschädigten Gelenk wie etwa bei einer Hüftgelenksdysplasie, einer Patellaluxationen oder einer Arthritis.
Außerdem unterscheidet die westliche Medizin 4 Stadien der Arthrose mit zunehmend ausgeprägten Symptombildern.
Wodurch entsteht Arthrose beim Hund?Erst einmal möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass eine Arthrose in jedem Gelenk im Körper Ihres Hundes entstehen kann. Dadurch erhält sie viele Gesichter und unterschiedliche Namen, was viele Hundebesitzer etwas verunsichert.
Am häufigsten tritt sie aber an Gelenken auf, die durch Körperwicht und Bewegung besonders belastet werden. Hierzu gehören die Ellbogen (Cubitalarthrose), die Knie (Gonarthrose) und die Hüften (Koxarthrose), die kleinen Wirbelsäulengelenke bzw. die Wirbelkörper (Spondyl- arthrose oder Spondylose) und die Gelenke der Pfoten.Die häufigste Ursache für die Entstehung einer sekundären Arthrose ist: Eine falsche Belastung des Gelenks Das heißt im Klartext: Das Gelenk wird nicht so belastet, wie es von der Natur vorgesehen war. Diese falsche Belastung kann sich durch ein zu wenig, aber auch durch ein zu viel an Bewegung oder durch eine ungleichmäßige Belastung während der Bewegung im Gelenk entwickeln. Dadurch können Sie sich vielleicht schon denken, dass es vielleicht nur eine Ursache, aber durchaus mehrere Gründe für die Entstehung dieser Fehlbelastung gibt.
Diese Gründe können sein:
In all diesen Fällen wird die natürliche Statik des Gelenks verändert oder der Knorpel sogar verletzt und es kommt entweder zu einer Überlastung bestimmter Knorpelbereiche oder zu einer kompletten Überlastung des Gelenkknorpels.
Doch, warum schädigt zu wenig Bewegung den Knorpel? Der Knorpel im Gelenk wird nur in der Bewegung optimal ernährt und bleibt so elastisch und stoßdämpfend. Bewegt sich der Hund zu wenig, kommt es zu einer Mangelernährung, die zu einer Verschlechterung der Qualität und später zum Abbau führt.
Die Gründe für die Entwicklung einer primären Arthroseform können sein:
Welche Auswirkungen hat Arthrose auf Ihren Hund?Die Auswirkungen einer Arthroseerkrankung auf den Körper und das Leben Ihres Hundes können gravierend sein. Je schneller Sie jedoch handeln, desto besser sind seine Chancen auf Normalität - natürlich in einem gewissen Rahmen.
Um diese Normalität zu erreichen, braucht es am Anfang ein wenig Aufwand. Doch glauben Sie mit: Es lohnt sich in jedem Fall!
Schmerz ist immer eines der ersten Symptome bei Arthrose, denn es er ist ein deutliches Wahnsignal des Körpers und zwingt ihn zur Ruhe und Schonung.
Dabei zeigt sich der Schmerz in verschiedenen Formen. Zu Beginn zeigt Ihr Hund vielleicht nur eine Berührungsempfindlichkeit aufgrund von Muskelschmerzen durch Ausweichbewegungen oder Entlastung des Problemgelenks. Er kann seinen Schmerz aber auch durch diese Anzeichen zum Ausdruck bringen:
Mit der Zeit wird aus dem leichten Anfangsschmerz mit seinen eher unauffälligen An- zeichen ein stärkerer, permanenter Schmerz, der sich auch wesentlich deutlicher zeigt.
Ihr Hund muss nicht alle Symptome zeigen, denn jeder Hund äußert seine Beschwerden ein wenig anders. Dabei kommt es auch darauf an wie „Schmerzfest“ Ihr Hund ist.
Detaillierte Informationen zu Schmerzen bei Hunden, finden Sie in meinem kostenlosen Schmerz-Report.
Neben diesen Schmerzsymptomen können Sie jetzt auch andere Anzeichen, wie:
deutlich wahrnehmen.
Was können Sie tun? |

Am häufigsten tritt sie aber an Gelenken auf, die durch Körperwicht und Bewegung besonders belastet werden. Hierzu gehören die Ellbogen (Cubitalarthrose), die
